27.08.2016 | 19:03


 


Sommer am See

Wanderrote Wangen
ein Strohhut darüber
Sommerwind im widerspenstigen Haar
und in den Kleidern
scheu unter den nackten Sohlen
das blasse Gras
Sommerduft im Holunderstrauch
komm mit mir zum See

Sonnenkringel tupfen das
verschwommene Bild
des singenden Schilfs im weichen Wind
im Grenzland von Schatten und Licht
Lichtblau und Abendblau berühren
behutsam unseren Atem
den fahlen Sommermond
am Horizont im Nirgendwo
im gemachten Bett des Sees
breitet Schweigen die Flügel aus

Kühle bringt der Abendwind
nimm meine Worte
mein Gedicht
decke dich damit zu
damit du heute Nacht
nicht frierst

Helmut Moßner

aus »AUSGEWÄHLTE WERKE XVIII«

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