23.10.2014 | 23:56


 


Der Wind

Der Wind singt leise sein Lied. Amseln
schwirren im Takt in Hecken, picken
emsig mit kleinen Schnäbeln rote
Vogelbeeren. Zweige wiegen sanft.

Braune hängen gebliebene Herbstblätter
zappeln rhythmisch vor Freude, lassen
sich auf das Windspiel ein, rieseln sanft
nieder. Auf dunkelbrauner Erde

verweilen sie noch, bis sie sich ganz der
Erde hingeben, für alle Zeiten
aufgelöst in ihrer Endlichkeit.

Der Wind bleibt, pustet weiter, er reist
von Ort zu Ort und alle Gräser
lauschen seiner Unendlichkeit.

Susanne Voigt

aus »AUSGEWÄHLTE WERKE XVI«

 

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